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Neuerungen EEG 2021

Der Bundestag hat die EEG-Novelle am Donnerstag, den 16. Dezember, verabschiedet, sodass sie zum 01.01.2021 in Kraft treten kann. Gerade für die Photovoltaik und den Eigenverbrauch von Solarstrom hat der Gesetzgebungsprozess einige Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf gebracht.

EEG 2021: Die wesentlichen Neuerungen für die Photovoltaik

Der Bundestag hat die EEG-Novelle am Donnerstag, den 16. Dezember, verabschiedet, sodass sie zum 01.01.2021 in Kraft treten kann. Gerade für die Photovoltaik und den Eigenverbrauch von Solarstrom hat der Gesetzgebungsprozess einige Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf gebracht.

EEG 2021: Die wesentlichen Neuerungen für die Photovoltaik im Überblick:

  • Die Grenze, ab der die EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Solarstrom anfällt, wird auf 30 kWp installierte Leistung und eine jährliche Stromerzeugung von 30 MWh angehoben. Damit werden auch Anlagen mit mehr als 10 kWp Leistung wirtschaftlich. Diese Regelung gilt auch für Ü20-Anlagen.
  • Die Betreiber kleinerer PV-Anlagen bis zu 7 kWp Leistung müssen vorläufig keine intelligenten Messsysteme verbauen.
  • Betreiber von Ü20-Anlagen bekommen eine Anschlussförderung für die Überschusseinspeisung nach dem Ende der Einspeisevergütung.
  • Große PV-Dachanlagen müssen ab einer Leistung von 750 KWp einen Zuschlag in einer Ausschreibung bekommen, um eine Vergütung für den eingespeisten Strom zu erhalten. Diese Grenze bleibt unverändert.
    Aber: Wer sich mit einer Dachanlage ab 300 kWp Leistung nicht an den Ausschreibungen beteiligt, erhält nur 50 Prozent der Vergütung. Dafür darf er den Solarstrom selbst verbrauchen.

Die Koalitionspartner haben einige Hindernisse für den Ausbau der PV und des Eigenverbrauchs aus dem Weg geräumt und gerade noch rechtzeitig Rechtssicherheit für die Betreiber älterer PV-Anlagen geschaffen.

Sie haben aber einige grundsätzliche Fragen vertagt und auf das kommende Jahr verschoben. Die Bundesregierung hat den Auftrag bekommen, einen Ausbaupfad für die Erneuerbaren Energien im Einklang mit den neuen EU-Klimazielen und ein Konzept für die „schrittweise Absenkung der EEG-Umlage mittels eines alternativen, haushaltsneutralen Finanzierungsmodells“ zu erarbeiten. Es bleibt also spannend …

Quelle: SENEC Newsletter 12/2020